Wissen
Textile Bodenbeläge
Teppiche gehören zu den ältesten Einrichtungsgegenständen, die die Menschheit kennt. Noch heute dienen sie in vielen Ländern als Sitzgelegenheit und Schlafunterlage.
Waren es anfangs noch Felle, die die Böden der Hütten und Häuser bedeckten, wurden diese bald durch gewebte und geknüpfte Teppiche aus Naturfasern und Wolle ersetzt. Heute gelten luxuriöse Teppiche als Statussymbol. Leider verdienen die Händler und Zwischenhändler dabei Unsummen, während die flinken Hände oft unter erbärmlichen Bedingungen arbeiten und mit einem mageren Lohn abgespeist werden.
Ökologische Teppiche und Teppichböden:
Gängige Massenware kommt heute aus der Industrie und besteht zum grössten Teil aus Kunstfasern. Die Gefahr, dass die verwendeten Materialien Schadstoffe ausgasen und die Raumluft belasten ist gross. Aber zum Teppich oder Teppichboden auf petrochemischer Basis gibt es Alternativen.
Immer mehr Hersteller spezialisieren sich auf hochwertige Qualitätsprodukte aus unbehandelter Schurwolle, Ziegenhaar, Sisal- oder Kokosfasern, etc. Alle Materialien und Farben / Färbemethoden sind schadstoffgeprüft. Eine flächige Verlegung von Teppichböden ist mit Naturlatexklebern möglich. Durch den konsequenten Verzicht auf chemische Zusätze ist damit eine wohngesunde Raumgestaltung möglich. Trotzdem sind sie langlebig und robust.
Naturfasern, die sich besonders gut für die Teppichherstellung eignen sind:
- Sisal: sehr robust, belastbar, auch in öffentlichen Gebäuden. Mit ein Rücken aus Naturlatex problemlos als Teppichboden auch für grössere Flächen geeignet. Angenehmes Barfussgefühl, keine statische Aufladung.
- Schafwolle: hochwertige Wolle wird sowohl in Teppichen als auch in Teppichböden verarbeit. Viele natürliche Farbnuancen der wolle machen das einfärben oft unnötig, wobei Bodenbeläge aus gefärbter Wolle durchaus möglich sind. Als Trägergewebe kommt Jute oder Baumwolle zum Einsatz. So kann auf PU-Schaumrücken verzichtet werden.
- Ziegenhaar: ein besonders strapazierfähiges und schmutzabweisendes Obermaterial für Teppiche. Oft mit einer Beimischung von bis zu 20% Schurwolle. Einfärben mit Naturfarben problemlos möglich. Naturlatex und Jutegewebe bilden den Teppichrücken.
- Kokosfasern: wie Sisal eine besonders strapazierfähige Faser, um daraus langlebige Bodenbeläge herzustellen. Unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Für reine Wohnzwecke wird die manchmal etwas als „kratzbürstig“ empfundene Oberfläche seltener eingesetzt.
Herstellungsarten:
Im Wesentlichen gibt es zwei Herstellungsmethoden. Zum einen sind es handgewebte oder handgeknüpfte Teppiche, die in Abmessung, Form, Farbaustattung und Design dem Kundenwunsch angepasst werden können. Da die maximale Grösse durch den Herstellungsprozess begrenzt ist, werden Teppiche in der Regel als Blickfang und Wohnaccessoire auf Holzfussböden, keramischen oder fugenlosen Bodenbelägen verwendet.
Teppichböden aus Wolle oder Naturfasern werden maschinell als Rollenware oder Teppichfliesen hergestellt. Sie eignen sich besonders gut, um grosse Flächen fugenlos zu belegen. Ihre hohe Strapazierfähigkeit wird immer mehr geschätzt und deshalb kommen sie in öffentlichen Gebäuden, Hotels, Museen, aber auch in Wohnbauten vermehrt zum Einsatz.
Adressen
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Naturhuus Herisau GmbH
Handel & Beratung
Güterstrasse 1
9101 Herisau (AR)
T: +41 (0)71 354 85 85
www.naturhuus.ch
Details... -
TEVAG INTERIOR AG
Zürcherstrasse 137
8852 Altendorf (SZ)
T: +41 (0)55 451 17 77
www.tevag.ch
Details... -
Klaus Urs GmbH
schöne Böden
Sirnacherstrasse 26 a
9542 Münchwilen (TG)
T: +41 (0)71 966 27 22
www.ursklaus.ch
Details...


















