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Wohngifte und Raumluftmessung

Für die unterschiedlichsten technischen Anwendungen werden neue synthetische Baumaterialien hergestellt. Gleichzeitig sind moderne Gebäude gut gedämmt und als dichte Hülle konzipiert. Die Schadstoffe bleiben daher sehr lange im Raum und verschlechtern das Klima. Grenzwerte unter: SBM-2008 (Standard der baubiologischen Messtechnik)

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Synthetische Farben können Gifte enthalten, die über längere Zeit freigesetzt werden. Zu den so genannten «Wohngiften» gehört eine Vielzahl von vorwiegend künstlichen Stoffen wie Formaldehyd, Lösemittel und Schädlingsbekämpfungsmittel, Fasern und Tabakrauch. Die schädliche Wirkung von Wohngiften hängt von der Konzentration, der Einwirkungszeit und der Art der Schadstoffe beziehungsweise des Schadstoffgemisches ab. Eine wichtige Rolle spielt ebenso die Empfindlichkeit der betroffenen Person. Eine Wohngiftmessung durch anerkannte Spezialisten hilft oft bei der Problemlösung.

Weitere, gute Informationen sind einsehbar im Buch: Innenraumklima

Atembeschwerden und Reizung des Nervensystems

Neben akuten und chronischen Beschwerden treten spezifische Allergien sowie MCS (gehäufte allergische Reaktionen auf zahlreiche Reizungen) auf. Chemikalien im Haushalt und am Gebäude können ebenso Reizhusten, chronisches Asthma und unspezifische Beschwerden im Darm- und Kopfbereich verursachen. Auch sind Reizungen des Nervensystems und der Schleimhäute verbreitet zu beobachten. Stark ausgasende Benzol-Derivate, wie beispielsweise Toluol und PAKs (polyaromatisierte Kohlenwasserstoffe) sowie andere Erdölprodukte wirken kanzerogen (Krebs erregend). Die auslösenden Stoffe zuverlässig herauszufinden, ist sehr schwierig, da manche Stoffe erst in Kombination allergen wirken. Bis heute gibt es kaum Grenz- oder Richtwerte, die ein Mass für unbedenkliche Schadstoffkonzentrationen in Wohnräumen festlegen.

Rund 100 000 chemische Verbindungen relevant

Rund 100 000 Grundverbindungen werden für die Herstellung von chemischen Produkten verwendet, die im Hausbau oder im Haushalt eingesetzt werden. In den verarbeiteten Endprodukten finden sich diese Grundstoffe selten in Reinform, sondern stets gemischt und/oder kombiniert. Die verwendeten chemischen Produkte gasen teilweise für kürzere oder längere Zeit aus und belasten die Raumluft. Am Bau hauptsächlich verwendete Stoffe mit Risikopotenzial sind: Insektizide, Fungizide, Pestizide, Formaldehyd, Weichmacher, Topfkonservierungsmittel, Aldehyde, Benzole, Toluol, Terpene, Glykole, Naphthalin, Dichlorbenzol, Lindan, E 605, Pentachlorphenol, Pyrethroide, Schwermetalle, VOC, Flammschutzmittel, Stabilisatoren, PCP, PCB, Aliphate, Aromate, Ester, Ketone, Alkohole, Aehter, chlorierte Verbindungen, PAK, Isocyanate usw. Ein Grossteil der problematischen Verbindungen sind Abkömmlinge der Petrochemie.

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Adressen

  • Jehle Umweltdienste GmbH
    Rheinweg 5
    4322 Mumpf (AG)
    T: +41 (0)62 873 55 65
  • S-Cert AG
    Schw. Zertifizierungsstelle für Bauprodukte
    Lindenstrasse 10
    5103 Wildegg (AG)
    T: +41 (0)62 887 71 11
    www.s-cert.ch
    Details...
  • SKSM GmbH Schweizerische Kompetenzzentrum
    für Schadstoff-Management
    Moosmatt 1
    8905 Arni-Islisberg (AG)
    T: +41 (0)56 631 00 07
    www.sksm.ch
    Details...

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