Wissen
Die Sonne als Energielieferant / Fotovoltaik
Die Sonne als Energielieferant: Technologie und Anwendung um aus dem Sonnenlicht Strom zu erzeugen sind zwischenzeitlich bewährte Methoden.
Neben dem Stromsparen gibt es auch noch weitere Möglichkeiten um seinen Strombedarf aus umweltschädigenden Kraftwerken zu vermindern. Mit Solarzellen könnten viele Gebäude in der Schweiz einen substanziellen Anteil ihres Strombedarfs selbst produzieren. Solarzellen haben die bemerkenswerte Fähigkeit, Sonnenstrahlen direkt in elektrische Energie umzuwandeln. Das Phänomen dieser Umwandlung wird als Photovoltaik bezeichnet. Solarzellen dürfen nicht mit Sonnenkollektoren verwechselt werden, welche Sonnenenergie in nutzbare Wärme umwandeln, zum Beispiel für die Warmwasseraufbereitung oder zur Unterstützung der Heizung.
Werden die Solarzellen mit Sonnenlicht bestrahlt, bauen sie eine elektrische Spannung auf, die mit metallischen Kontakten abgegriffen wird. Auf diese Weise wird die Energie als elektrischer Strom nutzbar gemacht. Normalerweise werden Solarmodule (auch Solarpanels genannt) eingesetzt. Solarmodule sind mehrere in Serie geschaltete Solarzellen, die in einer Verpackung aus Kunststoff und/oder Glas geschützt sind. So verpackt können die Solarzellen in eine Anlage eingebaut werden. Solarzellen bestehen aus Siliciumhalbleitern, wie sie auch in Computerchips verwendet werden. Obwohl Silicium neben Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erdkruste ist, sind die Solarzellen teuer. Das liegt an der aufwändigen Aufarbeitung des Siliciums, welche für die Herstellung der Zellen nötig ist. Heutige, gute Zellen erreichen eine Wirkungsgrad von ca. 18%. Im Forschungslabor des Fraunhofer Institutes wurden im Jahr 2010 Zellen mit ca. 41% entwickelt. Diese Zellen, die die Wellenlängen aufteilen, lassen auf eine grosse Zukunft hoffen. Pressinfo Weltrekord 41.1%
Kennzahlen Solarzellen/Photovoltaik: (Schweiz, Jahr 2009)
Spezifischer Energieertrag von Netzverbundanlagen: 860 kWh/kW
Durchschnittlicher Nutzungsfaktor von Inselanlagen: 0.6
spezifischer Energieertrag von Inselanlagen: 515 kWh/kWp
Totalertrag der Photovoltaikanlagen / Fotovoltaik in der Schweiz 50 Mio kWh a
Eine umfassende, technische Broschüre ist erhältlich bei swissolar.
Weitere Daten und Infos: Markterhebung 2009
Netzbetrieb oder Inselanlage?
Die meisten Solaranlagen in der Schweiz sind sogenannte Netzverbundanlagen. Diese Anlagen sind mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden und verfügen über keine Energiespeicher. Bei knapper Sonneneinstrahlung kann direkt Strom vom Netz bezogen werden, dafür können Überschüsse übers Netz an andere Nachfrager verkauft werden.
Daneben gibt es auch Inselanlagen, die nicht mit dem Stromnetz verbunden sind. Diese Anlagen sind auf einen Energiespeicher angewiesen, damit sie sonnenlose Zeiten überbrücken können.
Kostendeckende Einspeisevergütung realisieren
Informationen zur KEV - Kostendeckende Einspeisevergütung www.swissgrid.ch für Solarenergie, Windenergie, Biomasse, Kleinwasserkraft.
Der Bundesrat hat die revidierte Energieverordnung verabschiedet. Darin enthalten ist auch die Kostendeckende Vergütung für Strom aus erneuerbaren Energien (KEV). Diese tritt am 1. Januar 2009 in Kraft. Sie wird finanziert über einen Zuschlag auf jede verkaufte Kilowattstunde Strom von max. 0.6 Rp., was jährlich 320 Mio. CHF entspricht.
Bei der Photovoltaik hat der Gesetzgeber einen komplizierten Deckelmechanismus definiert, in dem anfänglich 5 % der 320 Mio. CHF, d.h. 16 Mio. CHF jährlich, bereitstellt werden. Dies solange die Photovoltaik-Gestehungskosten 50 Rp. oder mehr über dem mittleren Stromgestehungspreis von ca. 8 Rp. liegen. Diese 5 % werden schrittweise bei sinkenden Photovoltaik-Gestehungspreisen auf 10 resp. 20 % der Gesamtsumme von 320 Mio. CHF erhöht.
In der ersten Kategorie von 5 % können beim heutigen Preisniveau in der Schweiz Solarstromanlagen im Umfang von ca. 25 Megawatt (MW) gebaut und Kosten deckend betrieben werden. Zum Vergleich: Die Inbetriebnahme neuer Anlagen 2006 betrug ca. 2.5 MW. Das Bundesamt für Energie gibt Jahreskontingente frei. Für bestehende Anlagen oder solche in fortgeschrittener Planung gibt es ein Kontingent von ca. 10 MW, für neue Anlagen ab 1. Mai 2008 4 MW.
Zur neuen Regelung zugelassen sind alle Anlagen, die nach dem 1. Januar 2006 in Betrieb genommen wurden und die den Kriterien der Verordnung entsprechen, aber nur im Rahmen der verfügbaren Mittel (vgl. revidiertes Energiegesetz Art. 7a, Abs. 2, Abschn. d). Übersicht Kostendeckende Einspeisevergütungen ab 1. Januar 2008
Adressen
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IWB Industrielle Werke Basel
Mehr als Energie
Margarethenstrasse 40
4002 Basel (BS)
T: +41 (0)61 275 51 11
www.iwb.ch
Details... -
ALKA-Solarsysteme GmbH
Unterdorfstrasse 87
9451 Kriessern (SG)
T: +41 (0)71 755 38 32
www.alka-solarsysteme.ch
Details... -
Lenz AG
Solar- & Wärmetechnik
Hirzenstrasse 2
9244 Niederuzwil (SG)
T: +41 (0)71 955 70 20
www.lenz.ch
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