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Materialbeschreibung: Wärmedämmung

Technische und baubiologische Eigenschaften von Materialien stehen in direktem Zusammenhang mit der Art des Rohstoffs und dessen Verarbeitung und der Anwendung im oder am Gebäude.

Zellulose

zellulosedämmung
Bildquelle: brackmann-daemmtechnik.de

Zellulose-Dämmstoff wird aus reiner Tageszeitung hergestellt und ist ein Recycling-Produkt. Durch eine Imprägnierung mit Borsalzen wird die Zellulose schwer entflammbar und wasserabweisend. Gleichzeitig weist sie eine hohe Umweltverträglichkeit auf, da sie keine Schadstoffe emittiert. Sie ist feuchteregulierend, nicht elektrostatisch und elektrisch neutral. Der gesamte Herstellungsprozess benötigt sehr wenig Energie und belastet die Umwelt kaum. Die Zellulose kommt in Säcke verpackt als lose Flocken auf die Baustelle und wird dort durch geschulte Fachbetriebe verarbeitet. Einfache Schüttungen in Balkenlagen stellen jedoch für versierte Heimwerker kein Problem dar.

Zellulose findet bevorzugte Anwendung als Dämmplatten und als Flocken für Schüttungen und zum Einblasen in Hohlräume.

 

Hanf

Hanfpflanze
Bildquelle: Naturwerkstoffe.ch

Als nachwachsender Rohstoff ist Hanf in der Lage, die Umweltverschmutzung einzudämmen und Böden zu verbessern. Beim Anbau sind keine Herbizide oder Pestizide erforderlich und als Nebeneffekt reinigt Hanf in der Wachstumsphase die Luft durch den Abbau von CO2. Nach seinem Anbau hinterlässt Hanf einen unkrautfreien und lockeren Boden. Der Baustoff Thermo-Hanf ist ein ökologisches Produkt und vollständig frei von umweltschädigenden Zusatzstoffen. Die Hanffasern werden zu Dämmstoffplatten verarbeitet und mit einem Flammschutzmittel, z.B. Wasserglas (Ammoniumphosphat oder Borax) behandelt.

Schafwolle

highlandschaf
Bild: animalnews.ch

Schafwolle als Naturfaser ist zu schade, um nach dem Scheren in der Kehrrichtverbrennung entsorgt zu werden. Die Nachfrage nach reiner Wolle für die Textilindustrie hält sich in Grenzen. Deshalb ist es eine gute Idee, Schafwolle als Dämmstoff zu verwenden. Die Wolle wird nach dem Scheren gewaschen, wobei darauf geachtet wird, dass das Lanolin als natürlicher Feuchtigkeitsschutz erhalten bleibt. Schafwolle kann bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und bei niedriger Luftfeuchtigkeit wieder abgeben. Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass Schafwolle das gesundheitsschädliche Formaldehyd und andere Luftschadstoffe aufnehmen und binden kann und somit die Raumluft reinigt und für ein gesundes Wohnklima sorgt.

Reine Schafwolle, gewaschen mit Seife und Soda, wird in Vliesbahnen verarbeitet. Eine Behandlung mit Borsalzlösung erübrigt sich, da Schafwolle erst ab ca. 560 Grad Celsius brennt. (Einstufung in die Brandschutzklasse B2 / Brandkenntiffer 5.3) Für eine "natureplus" Zertifizierung sind Borsalze ohnehin nicht zulässig. Wichtiger ist der Schutz vor Frassschädlingen. Die Kleidermotte Tineola bisselliella und Teppichkäferlarven sind die einzigen Feinde. Das eingesetzte Wollschutzmittel auf der Basis von Harnstoffverbindungen oder Kaliumfluorotitanant-Salzen muss unschädlich für Mensch und Umwelt sein. Es muss sich dauerhaft mit der Wolle verbinden und darf nicht ausgasen.

Der Einbau von Schafwollisolation erfordert keine speziellen Geräte. Lediglich die Sorgfalt, die beim Anbringen einer Wärmedämmung immer erforderlich ist, ist gefragt. Im Handel als Stopfwolle oder in Bahnen erhältlich.

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Beispiel für die Luftreinigungswirkung von Schafwolle: (Quelle: Fermacell)

Holzfasern

Holzfasern
Bildquelle: zimmerei-colmberg.de

Ein Holzwerkstoff, zu dessen Herstellung man zu Schnitzeln gehacktes Abfallholz mit Hilfe von Dampfdruck und Wärme zu einem Faserbrei verarbeitet. Dabei werden einige Zellulose-Bindungen aufgeschlossen. Dem Brei mischt man Bindemittel aus Kunstharz (z.B. Phenol-, Alkyd-, Harnstoffharze), Flammschutzmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel (gegen Insekten- und Pilzbefall) und dgl. bei. Der Brei wird auf Maschinen zu Faserplatten geformt und entwässert oder als lose Holzfasern zum Einblasen in Hohlräume verwendet.

Verwendung, je nach Rohdichte, als Dämmstoff gegen Kälte, Wärme und Schall. In Zwischenwänden, als Tisch- und Fussbodenbeläge, sowie auch lackiert und mit Kunstharzfilmen beschichtet. Die ersten Holzfaserplatten wurden 1915 in den USA hergestellt, darauf in Schweden (1929) und Deutschland(1932).

Filze

Filzpantoffeln

Als Filze werden faserige Textilien mit regelloser Anordnung der Fasern (Verfilzung) bezeichnet. Filze können aus Natur- und Synthesefasern hergestellt werden. Beim Nadel-Filz wird die Faserschicht mittels Filz-Nadeln mit Widerhaken bearbeitet. Walk-Filz entsteht durch Verfestigung des Faservlieses durch Druck und Bewegung unter Wärme und Feuchtigkeit (Walken). Ein Filztuch wird aus verfilzten, gewebten und gewalkten Stoffen hergestellt. Früher bestanden Filze nur aus tierischen Fasern, heute werden bis zu 70% pflanzliche oder synthetische Fasern mitverarbeitet. Es werden auch rein synthetische Filze hergestellt. Filze werden als Erschütterungsdämm- und Raumschalldämmaterial, als elastische Unterlage für Teppichböden, als Bodenbeläge in Fliesenform sowie als bituminös gebundene Filze für Parkettfussböden-Unterlagen verwendet. Filze aus natürlichen Abfallstoffen (z.B. Tierhaare) sind weitestgehend frei von Schadstoffen und von Natur aus schwer entflammbar.

Flachs

Flachspflanze
Bildquelle: naturwerkstoffe.ch

Schon seit Urzeiten bewährt sich Flachs vor allem als Rohstoff für die Erzeugung von Leinen. Die Naturfaser eignet sich nicht nur hervorragend zur Herstellung von Kleidung, sondern ist auch ein phantastischer Dämmstoff. Während die Langfasern in der Textilherstellung Verwendung finden, kann der als Nebenprodukt entstehende Werg (Kurzfasern) entweder zu Papier verarbeitet oder als Füllung von Polstermöbeln und zur Herstellung von Dämmstoffen weiterverwendet werden.

Der Anbau von Flachs ist ausgesprochen umweltschonend. Die äusserst genügsame Kulturpflanze braucht kaum Düngung und wenig Pflanzenschutz. Der nachwachsende Rohstoff schont die Ressourcen, fördert Kulturlandschaften und lässt sich problemlos recyclen. Flachs kann bis zu 20% seines Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben – dies wirkt sich positiv auf das Raumklima aus. Die guten Schalldämmeigenschaften von Flachs kommen auch bei der Hohlraumdämmungen von Wänden und Decken zum Einsatz.

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Kokosfasern

Kokosfasern bilden das Gerüst der äusseren Fruchthülle der Kokusnuss. Sie sind wegen des hohen Anteils von Lufteinschlüssen zwar äusserst leicht, trotzdem aber sehr langlebig, bruch- und druckfest. Da Kokosfasern trotzdem bakterien- und pilzsicher sind, nicht von Ungeziefer befallen werden und widerstandsfähig gegen Abnützung, Feuchtigkeit und Fäulnis sind, stellen sie einen idealen Rohstoff für Isolationen dar. Der in mehr als ausreichenden Mengen nachwachsender Rohstoff hat ungenutzte Reserven, da die Fasergewinnung zweitrangig ist.

Die Kokosfaser ist äusserst beständig gegen Nässe und Verrottung, daher auch dut für die Verwendung als Drainagefilter (Für diesen Zweck naturbelassene Matten ohne Brandschutzimprägnierung verwenden!) Sie hat keinen Verlust der Dämmwirkung bei Feuchtigkeit. Die Kokosfaser beeinflusst das Raumklima positiv, da sie der Raumluft überschüssige Feuchtigkeit entzieht und bei Bedarf wieder abgibt. Sie ist antistatisch, strapazierfähig und schwer entflammbar.

Silikat-Wärmedämmplatten

Bauplatten auf der Basis von Calcium-Silikat eignen sich für die Anwendung Aussen und Innen. Sie gleichen Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede optimal aus. Die rein mineralische Wärmedämmplatte ist für den Vollwärmeschutz aussen geeignet, die Klimaplatte bei Kondensfeuchtigkeit und Schimmelbildung innen. Sie ist wärmedämmend, druckfest, schallhemmend, nicht brennbar und leicht zu verarbeiten.

Mineraldämmplatten

Multipordämmplatte
Quelle: xella.com

Umweltschonende Herstellung aus mineralischen Rohstoffen (Sand, Kalk, Zement und Wasser unter Verwendung eines Porenbildners). Mineralische Platten sind nicht brennbar, formstabil, faserfrei, Wasser abweisend und bis zu einem gewissen Grad druckfest. Trotz ihrer, im Vergleich zu anderen Wärmedämmstoffen massiven Erscheinungsform sind Mineraldämmplatten hoch wärmedämmend. Der diffusionsoffene mineralische Baustoff trägt durch eine natürliche Feuchte- und Temperaturregulierung zu einem angenehmen und ausgewogenen Raumklima bei.

Die Einsatzmöglichkeiten bei tragfähigen Oberflächen: Neubau und Sanierung von bestehenden Gebäuden, sowohl im Innen- wie auch Aussenbereich. Wärmeleitfähigkeit: Lambda = 0.045 W/mK Baustoffklasse A1, Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl: 3

Perlite

Perlite ist ein körniges Naturmaterial, hergestellt aus bei Temperaturen von über 1000° C expandiertem vulkanischem Gestein. Durch Schüttungen können unebene Fussböden ausgeglichen werden, es verbessert die Wärmedämmung und bietet durch das hohe Schüttgewicht auch einen Luftschallschutz. Perlite wird direkt auf die Rohdecke oder den alten Fussboden geschüttet, planeben abgezogen und mit geeigneten Verlegeplatten abgedeckt. Bei Schütthöhen über 5 cm sind 5% Überhöhung vorzusehen.

Blähton

Blähton wird aus Tonkügelchen hergestellt, die bei 1'200 Grad Celsius aufgebläht werden. Dadurch verschmilzt die Oberfläche zu einer glasurartigen Struktur und erhält somit eine wasserabweisende Aussenhaut. Durch die grossen Poren hat das Material ein gutes Wärmedämmvermögen, das Kapillarverhalten des normalen Ziegelscherbens ist durch das Sintern allerdings verloren gegangen (geringe Wasseraufnahmefähigkeit). Geeignete Einsatzorte sind: Bodenplatten (Blähtonbeton) und Schüttungen.

Blähglimmer / Vermiculit

Blähglimmer - Vermiculit besteht aus dünnen, flachen Plättchen. Das Expandieren des Rohvermiculites erfolgt bei hoher Temperatur, ohne Zusatz von anderen Stoffen, zwischen 700 und 1'000 Grad Celsius. Der dabei entstehende Wasserdampf (Entweichen des Kristallwassers) treibt die Schichten der Struktur auseinander und vergrössert das Volumen um das 20 bis 30fache. Vermiculit ist nicht brennbar. Der gute Isolierwert und das leichte Gewicht ermöglichen den Einsatz in den verschiedensten Anwendungsgebieten wie z.B. Kaminsanierungen, Gartenbau, Verputze und Ausgleichschüttungen.

Schaumglas

Schaumglas

Herstellung und Verwendung: Rohstoffe für den Dämmstoff Schaumglas sind Altglas oder Quarzsand (41%), Calciumcarbonat (17%) , Kali-Feldspat (22%), Eisenoxid (3%) und Natriumkarbonat (17%). Den Hauptrohstoff bildet Flachglasrezyclat, das unter anderem aus defekten Autoscheiben und Fenstergläsern gewonnen wird. Durch den Zusatz von Kohlenwasserstoff vor dem Verschmelzen (700-1000°C) wird eine Aufschäumung durch entstehendes Kohlendioxid erreicht. Nebenbestandteile der Gasfüllung sind Schwefelwasserstoff (0.7%) und Stickstoff (0,2%). Schaumglas ist geschlossenzellig, gasdicht und feuchteunempfindlich. Die Verklebung erfolgt z.B. mit Bitumenmassen Baustoffklasse A1; Wärmeleitfähigkeitszahl: 0.045 - 0.06 W/mK. Schaumglas ist dampfdicht. Schaumglas wir besonders im Aussenbereich an feuchteempfindlicher Stelle eingesetzt und ist als Granulat oder Plattenware erhältlich. Schaumglas lässt sich beinahe in jeder beliebeigen Form herstellen und ist somit auch für die Dämmung von Krümmungen, Radien, Rohrleitungen, etc. geeigent.

Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit: PEI: 751 kWh/m3. Bei der Herstellung und Verarbeitung von Schaumglas sind keine schädlichen Emissionen bekannt. Bei Beschädigung können aber Teile der Gasfüllung freigesetzt werden(Geruch nach faulen Eiern durch Schwefelwasserstoff). Da Schaumglas häufig im Aussenbereich eingesetzt und dadurch bitumenverklebt ist, ist es praktisch nicht widerverwendbar. Als Schotter kann es im Strassenbau wiederverwendet oder als Bauschutt deponiert werden.

Schaumglasschotter

Wie die Plattenware wird Schaumglasschotter aus Altglas hergestellt. Die oben beschriebenen Vorteile des Dämmstoffs gelten auch hier. Zusäztlich schlägt er viele petrochemisch hergestellte Dämmstoffe und Schäume. Auch wenn Schaumglasschotter die Wärme besser leitet und damit die Dämmwirkung etwas schlechter ist.

Eigenschaften:

  • dämmend (0,091 W/mK)
  • druckfest (6 N/mm²)
  • wasserdurchlässig
  • frostbeständig
  • zehnmal leichter als Kies

Einsatzgebiete:

  • als Sicker- und Wärmedämmschicht
  • als Leichtschüttung für Straßenkofferungen und Dämme
  • als Schüttung in Balkenlagen
  • zur Einbettung von Rohren und Heizleitungen im Erdreich
  • als wärmedämmende Schicht unter Bodenplatten.

Kork

korkeiche
Bildquelle: schwarz-parkett.ch

Die Rinde der Korkeiche "Quercus suber" (Naturharz Suberin, Wachsharze, härtbare Polyesterharze, Cellulose) ist ein reines Naturprodukt ohne weitere Zusätze. Das gemahlene Rohkork-Granulat wird bei ca. 380° C entfeuchtet und geröstet, dann unter Druck und Zugabe vom Bindemittel Suberin zu Platten gepresst. Eine Imprägnierung ist nicht notwendig. Korkeichen wachsen im Mittelmeerraum, wobei Portugal einer der Hauptlieferanten für den Rohstoff Kork ist.

Korkeichen werden erstmals nach 20-40 Jahren, später alle 9-14 Jahre abgerindet. Die Schälung schadet dem Baum nicht, denn die Rinde wächst wieder nach. Bei der Herstellung von Flaschenkorken und Parkett, das in vielen Farbschattierungen und Maserungen erhältlich ist, fällt Rohkork an, der dann zu Dämmmaterial weiter verarbeitet werden kann. Reiner Kork kann problemlos deponiert werden, nimmt praktisch keine Feuchtigkeit auf und besitzt eine hohe Wärmespeicherfähigkeit.

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Stroh

Strohplatten sind aus Strohhäcksel und Lehmschlämme vorgefertigte Platten. Mit Beigabe von Kasein erhält man ein formstabiles Plattenformat, welches je nach Hersteller normiert ist. Selbstverständlich können die Formate im Eigenbau selbst gewählt werden. Die minimale Stärke sollte 6 cm nicht unterschreiten. Strohplatten erlauben eine rationelle und schnelle Arbeitsmethode, da grösstenteils in Trockenbauweise gearbeitet wird.

Ganze Strohballen ca 40-50cm dick können in eine Holzständerkonstruktion eingepasst werden. Die äussere Oberflächen mit Lehm verputzen oder brandsicher behandeln. Strohballen ermöglichen einen schnelle, einfache Bauweise.

Schilf

Schilf
Bildquelle: gratis-foto.eu

Die Nutzung von Schilf im Bauwesen hat eine sehr lange Tradition. Eingesetzt wurde er bevorzugt im Haus- und Bootsbau und als Eindeckmaterial. Schilfrohrplatten finden Verwendung als Leichtbauplatten oder Putzträger. Die Kombination von Schilfrohr mit Kalkputz ist eine seit Jahrhunderten angewandte Putztechnik. Schilfrohrplatten bestehen aus einer Vielzahl parallel neben- und übereinander liegender Schilfrohrhalme, die mechanisch fest zusammengepresst werden und durch verzinkte Eisendrähte zu einer Dicke von 2-10 cm gebunden sind. 1989 wurden in Deutschland ca. 50‘000 m3 Schilfrohrplatten hergestellt.

Schilfrohrplatten werden z.B. für die Aussenwanddämmung und zur Trittschalldämmung eingesetzt. Sie haben mittlere Wärme- und Schalldämmeigenschaften und sind feuchteresistent. Weitere technische Daten sind: Baustoffklasse B2; Wärmeleitfähigkeitszahl: 0.055 W/mK; Dampfdiffusionswiderstandszahl: 1-1.5. 
Schilfrohrplatten sind ein Naturprodukt ohne Chemikalienzusätze (keine Emissionen bei Herstellung und Nutzung). Es entstehen keine Produktionsabfälle. Schilfrohrplatten sind unproblematisch zu kompostieren.

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Gras

blumenwiese
Bildquelle: oeko-forum.ch

Dämmstoff aus Wiesengras bietet einen hervorragenden Schutz gegen Kälte. Dank seiner geringen Neigung zur Selbsterwärmung schützt eine Dämmung aus Gras auch sehr gut gegen die sommerliche Hitze. Zudem absorbiert sie in hohem Masse und über einen breiten Frequenzbereich Schallwellen. Der Schutz gegen Feuer, Pilz- und Schädlingsbefall wird durch die Zugabe von mineralischen Zuschlagstoffen gewährleistet. Die Matten sind klemmfähig und somit ideal z.B. für den Einsatz zwischen Dachsparren. Es lässt sich leicht vor Ort zuschneiden und ist angenehm zu verarbeiten (kein lästiges Kratzen!). Zur Herstellung der Grasdämmung werden lokal verfügbare Ressourcen in einer regionalen Wertschöpfungskette für regionale Märkte aufbereitet. Die Landwirtschaft ist ein zentraler Produktionspartner.

Getreidegranulat

roggen

Getreidegranulat besteht aus fein geschroteten Roggenkörnern, Molke und mineralischen Zusätzen. Bei hohem Druck und hohen Temperaturen bildet sich eine stabile und formbeständige Struktur. Das so entstandene Material schmilzt nicht und brennt nur bei direktem Kontakt mit Feuer. Es eignet sich als Ausgleichs- und Dämmschüttung für Decken, Dächer und Wände. Vorteile sind ein hoher sommerlicher Hitzschutz und eine hervorragende Trittschalldämmung. Es ist ein 100% nachwachsender und mineralischer Dämmstoff, der aus ökologischen und baubiologischen Gründen verwendet wird. Ausserdem ist der Dämmstoff diffusionsoffen, frei von Schwermetall- und flüchtigen organischen Verbindungen. Er kann sehr gut Luftfeuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben und nach seiner Verwendung einfach kompostiert werden.

Quellen/PDF

G. Zwiener, Ökologisches Baustoff-Lexikon

GIBB-Datenbank

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