Ratgeber
Kontrollen, Unterhalt, Sanierungen
Kanalisations- und Sickerleitungen sowie Dachwasserleitungen sind in fast jedem Grundstück und/oder Gebäude vorhanden. Da sie verdeckt unter der dem Boden verlegt werden, müssen sie regelmässig kontrolliert, gereinigt und z.T. saniert werden.
Kontrollen und Reinigungsintervalle
Kontrollen der Kanalisationsleitungen, Sickerleitungen und Dachwasserleitungen
Eine Kanalinspektion ist heute mit modernen Kameras gut möglich. Damit können Schäden und andere Mängel erkannt werden. Je nach Ergebnissen, kann ein Sanierungskonzept erstellt werden.
Empfohlene Kontrollen und Reinigungsintervalle für einen sicheren Betrieb ihrer Rohre:
Um Ablagerungen und Verstopfungen frühzeitig zu vermeiden, sind folgende Unterhaltszyklen empfohlen:
- Sickerleitungen und Kanalisationen: alle 1 bis 3 Jahre
- Regen-, Schmutz- und Mischwasserkanäle: alle 1 bis 3 Jahre
- Dachwasser- und Terrassenabläufe: alle 1 bis 3 Jahre
- Waschküchen- und Bodenabläufe: alle 1 bis 5 Jahre
Regelmässige Wartung verlängert die Lebensdauer Ihrer Leitungen.
Sickerleitungen
Da nach Bauende oft keine Kontrollen und ev. Reinigungen der Sickerleitungen stattfindet, sind dann bei der ersten Rohrinspektion noch Bauschuttreste anzutreffen. Zudem lagert sich Schlamm und Sandreste am Boden ab. Dies muss entfernt werden. Oft werden fälschlicherweise Dachwasserleitungen über die Sickerleitungen entwässert. Das ist heikel und sollte umgeändert werden.
Unterhalt
Mit den Inspektionen sind Verunreinigungen erkennbar und können, meist mit Wasserhochdruck, entfernt werden. Nach der Reinigung kann man mit einer weiteren Kamerainspektion den Erfolg der Reinigung kontrollieren.
Oft ist auch eine Dichtheitsprüfung sinnvoll, um vor allem bei Fäkalleitungen eine Verunreinigung von Grundwasser zu vermeiden. Mit Luft- oder Wasserdruck kann die Dichtheit dokumentiert werden.
Sanierungen
Werden Schäden und Undichtigkeiten mit den Kameras erkannt, muss danach ein Sanierungskonzept ausgefertigt werden. Verschiedene Sanierungsmethoden werden heute angeboten. Oft muss man nicht die ganzen Rohreitungen von oben freilegen.
Mit einer grabenlosen Sanerung sind die Kosten wesentlich geringer. Z.B. eine Inliner-Sanierung. Mit einer speziellen Maschine kann von innen eine Undichtigkeit oder andere Schäden repariert werden.
Sprayliner Sanierung: Rohr-im-Rohr Sanierung: Ab DN 50 bis DN 150 können alle Schmutzwasserleitungen im Gebäude mit dem Spraycoating-Verfahren saniert werden. Durch schichtweises Aufsprühen eines langlebigen Epoxidharzes auf die bestehende Rohrinnenwand entsteht ein neues Rohr. Die Harzschicht verbindet sich mit dem alten Rohr zu einer festen Einheit. Ohne Staub- und Schmutzbelästigung, ohne Lärm.
Quellen/PDF
Fotos und Texte: GIBBeco 2026, bobü,
Infoquelle zu Texten und z.T. Fotos von Kanalhelden.ch


